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Hilfe und Tipps für pflegende Angehörige

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Im Jahr 2015 sind etwa 2,6 Millionen Menschen in Deutschland auf Hilfe und Pflege durch andere angewiesen. Davon leben nur 800.000 in spezialisierten Pflegeheimen und anderen dauerhaften Einrichtungen. 1,8 Millionen erhalten die Pflege zu Hause, davon 1,2 Millionen durch Partner, Familie oder Nachbarn. Diese Menschen erbringen enorme Leistungen, die oft weder von der Gesellschaft, noch von den direkt Betroffenen erkannt wird. Neben der körperlichen Belastung, die mit der Pflege eines Menschen einhergeht, sind die seelischen, unsichtbaren Auswirkungen meist noch größer. Es ist jedoch dringend anzuraten, Hilfe und Rat nicht erst einzuholen, wenn die Pflege eines Angehörigen bei einem selbst gesundheitliche Probleme auslöst.

Immer im Dienst – Die Pflege ist ein 24-Stunden-Job

Pflege ist allgegenwärtig. 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr. „Pflegebedürftige Personen kann man nicht über das Wochenende abschalten oder in den Schrank stellen.“, äußert sich Angelika Schlösser, Gründerin des Rheinbacher Pflege- und Betreuungsteam sorgenvoll. „Es ist daher sehr wichtig, sich der Belastung bewusst zu werden und rechtzeitig Hilfe anzufordern.“

Hinzu kommt, dass gerade bei Demenzkranken eine starke Persönlichkeitsveränderung wahrzunehmen ist, die die Pflege erschwert, wenn auf normale Handlungen aggressiv oder gereizt reagiert wird. Der einst vertraute Mensch, der nun die Pflege übernimmt, ist einem fremd – Ein Gefühl, das man niemandem wünschen mag.

Pflege bis zur Selbstaufgabe

Körperliche Beschwerden wie Rückenschmerzen, Gelenkleiden oder allgemeine Schwäche können die Folge sein, wenn man die Pflege eines Angehörigen unterschätzt. Beim Aufstehen helfen, Waschen, Ankleiden, all das ist mit großer Anstrengung verbunden. Viele Angehörige stecken bei der Pflege eines geliebten Menschen jedoch so sehr zurück, dass sie die Auswirkungen auf die eigene Gesundheit nicht wahrnehmen möchten. Die Sorge um die zu pflegende Person führt zu schlaflosen Nächten. Die Last der Verantwortung oder sogar Schuldgefühle kommen oftmals hinzu. Viele reagieren darauf gereizt, unkonzentriert und fahrig. Ein Drittel aller pflegenden Angehörigen wird im Verlauf der Pflege selbst krank. Und die kann auch zu einem Risiko für die pflegebedürftige Person werden.

Ambulante Pflegedienste entlasten im Alltag

„Spätestens dann, wenn körperliche Beeinträchtigungen, Müdigkeit und Schlaflosigkeit auftreten, ist der Punkt erreicht, wo es für die Angehörigen nicht mehr allein darstellbar ist.“, so Stephan Mende, Geschäftsführer des Rheinbacher Pflege- und Betreuungsteams. „Wir haben daher eine Notfall-Garantie eingerichtet, die in solchen Fällen Teile oder die Gesamtheit der Pflege gerne übernimmt und die Angehörigen so entlastet.“

Er empfiehlt daher, sich bereits im Falle eines häuslichen Pflegefalls im Familien- oder Bekanntenkreis eingehend über ambulante Pflegedienste zu informieren, um in der Notsituation die Entscheidung für den richtigen Anbieter bereits getroffen zu haben. Die Kosten für die Übernahme der Pflege durch einen Pflegedienst können bei der Pflegekasse beantragt werden. Sinnvoll ist hierzu auch eine Hilfe im häuslichen Alltag.

Kursangebote und Pflegeauszeiten

Besonders die fachliche Schulung ist bei der Betreuung eines Angehörigen wichtig. Um die wichtigsten Handgriffe zu erlernen, bieten Pflegekassen spezielle Kurse an. Dies kann die Pflege erleichtern und für die pflegebedürftige Person die Situation bei alltäglichen Handreichungen um ein Vielfaches sicherer machen.

Wichtig sind auch die Auszeiten. Um ab und zu ein bisschen Zeit für sich zu haben, einem geregelten Job nachzugehen und die Angehörigen dennoch in guten Händen zu wissen, eröffnet das Rheinbacher Pflege- und Betreuungsteam Anfang November 2015 eine Tagespflege in Meckenheim mit 14 Plätzen. Hier werden die Gäste von 08.00-16.00 Uhr betreut, therapeutisch hochwertig unterhalten und nehmen an gemeinsamen Aktivitäten teil.

Die Tagespflege eröffnet am 01.11.2015 in den neuen Räumlichkeiten des Rheinbacher Pflege- und Betreuungsteams im „Baumschulenweg 19“ in Meckenheim. Informationen und Anmeldungen können unter 02226/809573 oder kontakt@rheinbacher-pflege.de erfolgen.

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