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Wohnen im Alter: Zuhause betreut

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Vielen Senioren graut es bei der Vorstellung, das eigene Heim für die Pflege verlassen zu müssen. Pflegeheime, Wohngemeinschaften und jede weitere Veränderung des direkten Lebensumfelds sind ein Eingriff in Altbekanntes und daher im ersten Moment ein Schrecken. Doch welches Modell eignet sich am besten für die persönlichen Bedürfnisse?

Bedürfnisse genau abwägen

Da gilt es einmal in sich zu gehen und die Wünsche zu analysieren. Ist mir der Kontakt zu anderen Menschen wichtig? Bin ich nicht gerne alleine? Oder brauche ich eher meine Ruhe und wünsche Unterhaltung nur auf Bestellung? Neben den Notwendigkeiten und vorhandenen Finanzen hängt also viel von der eigenen Persönlichkeit ab, ob man einen Heimplatz nutzen möchte, in eine Senioren-WG zieht oder doch lieber die Pflege zuhause gewährleisten will.

Während das Pflegeheim oder betreutes Wohnen wenige Überlegungen notwendig machen, da zumeist ein vorhandenes Konzept vorliegt, ist gerade die Pflege in den eigenen vier Wänden nicht immer leicht zu organisieren.

Wer nicht aus seinem geliebten Zuhause ausziehen möchte, kann es jedoch mit einigen notwendigen Umbaumaßnahmen zu einem Ort ausbauen, der auch im hohen Lebensalter die höchsten Ansprüche erfüllt. Auf diese Renovierungen haben sich einige Unternehmen bereits spezialisiert. Ein barrierefreier Zugang zur Wohnungstür oder zum Balkon, Handgriffe und Umbauten im Badezimmer oder angepasste Arbeitsflächen in der Küche sind kein Zauberwerk mehr. So kann man selbst mit dem Rollator oder einem Rollstuhl durch verbreitete Türen die eigene Wohnung gut beleben.

„Mit zunehmendem Alter nimmt die körperliche Einschränkung selbstverständlich zu. Dennoch ist es manchmal mit relativ einfachen Mitteln möglich, das Leben und die Betreuung in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen.“, so Stephan Mende vom Rheinbacher Pflege- und Betreuungsteam.

Abnehmende Mobilität berücksichtigen

Wichtig ist der geübte Blick für Fallen und Hindernisse, die das Leben im Alter erschweren könnten. Nur wenige denken beim Bau eines Hauses oder der Einrichtung einer Wohnung daran, dass die Stufe vor der Türschwelle oder der Teppich im Wohnzimmer einmal zu einer echten Stolper-Gefahr werden könnten.

Viele verdrängen diese Gefahrenstellen auch ganz bewusst. Jahrzehnte sagt man sich, dass man über diese Schwelle schon nicht fallen wird. Doch erfahrungsgemäß sind es gerade diese alt-bekannten Gefahrenquellen im direkten Umfeld, die viel zu oft zu einem längeren Krankenhausaufenthalt führen, da sie dann doch dieses eine Mal vergessen wurden. Der rechtzeitige Umbau ist daher unerlässlich.

Häufig beschäftigen sich Menschen erst mit der Anpassung ihres Umfeldes, wenn es akut notwendig geworden ist. Nach einem Schlaganfall oder dem unumgänglichen Rollstuhl sind die Gegebenheiten vor Ort plötzlich nicht mehr optimal. Dabei kann mit etwas Weitsicht so manches Problem schon im Voraus entschärft werden.

Hilfe gibt es bei den Wohnberatungsstellen

Hilfe hierfür bieten die Wohnungsberatungsstellen, die es schon in vielen Städten gibt. Die „Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungsanpassung“ hat sich auf die Beratung für eine barrierefreie Wohnung spezialisiert. Für den Rhein-Sieg-Kreis finden Sie Hilfe bei der „Wohnberatung für ältere und behinderte und dementiell erkrankte Menschen“ in der Schumannstraße 4 in Siegburg. Unter der Telefonnummer 02241/86685720 können Fragen gestellt und Ortstermine vereinbart werden.

© Rheinbacher Pflege- und Betreuungsteam 2007-2017